2K-Wendeplattentechnologie

Mit einem weiteren Auftrag für Kfz-Außenhautblenden konnte die Prozess-
kette der Zweikomponententechnik in Anwendung des Wendeplatten-
Verfahrens erprobt werden. Im Gegensatz zu der schon vielfach
eingesetzten Index- und Drehtellertechnik erfolgt bei dieser Technologie
der Formteiltransport nicht über Drehbewegung um die Werkzeug-
öffnungsachse, sondern quer dazu auf einer Mittelplatte. Aus diesem
Grund benötigt die 2-K-Wendeplattentechnik zwei separate Werkzeuge.
Dabei nimmt der horizontal drehbare Maschinentisch die beiden
baugleichen Auswerferseiten auf. Die Düsenseite, in der die
unterschiedlichen Konturen der beiden Komponenten eingearbeitet sind, wird
von zwei gegenläufig angeordneten Spritzeinheiten mit Formmasse versorgt.

Im Vergleich zu anderen 2K-Verfahren ist bei dieser Spritztechnik nur die halbe Schließkraft erforderlich und die Werkzeugauslegung gestaltet sich durch die Aufteilung in zwei Einzelformen weniger komplex. Die Basis für diese Technologie ist eine Sondertechnologie der Zweikomponenten-Großmaschine auf dem Engel DUO Combi M-Prinzip mit zwei horizontalen gegenüberliegenden Spritzaggregaten, die sowohl die 1K-Formteilfertigung in Etagenanordnung sowie die 2K-Wendeplatten-Anwendung ermöglicht. Bei der Werkzeugerprobung und der Vorserienproduktion zur Deckung des Anfangbedarfs an Zweikomponenten-Hochglanzblenden wurde im Oktober diesen Jahres die volle Funktionspalette der Combi-Maschine zum ersten Mal genutzt und erfolgreich zum Einsatz gebracht.

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